Familienrecht - Rechtsanwalt in Hamburg / Versorgungsausgleich, Rentenansprüche

Unter Versorgungsausgleich versteht man den im Rahmen einer Scheidung durchzuführenden Ausgleich der während der Ehe von den Ehegatten erworbenen Anwartschaften auf eine Altersversorgung. Der Versorgungsausgleich wird durch das Familiengericht durchgeführt, wenn die Ehedauer mehr als drei Jahre beträgt, wobei das Trennungsjahr hier mit eingerechnet ist oder einer der Ehegatten die Durchführung beantragt. Auch bei wertmäßig geringen Ausgleichsbeträgen soll das Familiengericht von der Durchführung des Versorgungsausgleichs absehen.

Ausgeglichen werden insbesondere Anrechte aus der gesetzlichen Rentenversicherung, der Beamtenversorgung, der betrieblichen oder berufsständischen Altersvorsorge oder auch aus privaten Lebensversicherungen.

Der Versorgungsausgleich kann durch notarielle Vereinbarung oder im Scheidungsverfahren ausgeschlossen werden. Der Verzicht wird dann noch einmal inhaltlich von dem Gericht auf seine Wirksamkeit überprüft; ein Verzicht ist dann unwirksam, wenn die entsprechende Vereinbarung völlig unausgewogen oder sittenwidrig ist. 

Die einzelnen Versorgungsanrechte werden im jeweiligen Versorgungssystem zwischen den Ehegatten geteilt, so dass nach der Durchführung des Versorgungsausgleichs jeder der Ehegatten bei den beteiligten Versorgungsträgern ein eigenes Versicherungskonto erhält, auch wenn er eigene Einzahlungen bei dem Versicherungsträger nie geleistet hat.

Bei Fragen zu den Einzelheiten der Regelungen und der Durchführung des Versorgungsausgleichs sollten Sie anwaltlichen Rat in Anspruch nehmen - wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung!

Versorgungsausgleich bei Scheidung

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